Mittwoch, 31. Dezember 2008
Danang, China Beach and a special Happy New Year
Ich nehme den Zug morgends nach Danang, obwohl mir viele abgeraten haben diese Stadt zu besuchen, da sie nicht so besonders attraktiv ist, moechte ich zur China Beach und My An Beach. Die Zugfahrt ist eine Aufregung und ein Abenteuer fuer sich. ich fahre mit dem Unification Express dreiundhalb Stunden, obwohl es nicht weit ist. Aber der Zug faehrt ein Tempo vergleichbar mit einem durchschnittlichen Jogger:-). Die Landschaft ist aber sehr beeindruckend. Wir fahren an Bergen, Fluessen und Kuesten vorbei. Diesmal sitze ich in einem ganz normalen Sitzwagon und in diesem Momenten gelobe ich mir dann doch die gute Deutsche Bahn. Die Verhaeltnisse und der Komfort ist sehr bescheiden um es milde auszudruecken. Aber naja, wenigstens schwitzt man nicht. Die kuehlen die Abteile mit der wirklich ueberfluessigen Klimaanlage bei diesem Wetter auf ca. 10 Grad C herunter. Spaeter gibt es aber noch alles moegliche zu Essen, die kommen mit richtigen Speisewagongs rum.
Angekommen in Danang, muss ich erst mal ein wenig handeln bevor ich mich auf einer der Motorraeder setze, die mich Richtung Kueste bringen. Ich muss zugeben ein bisschen Zweifel kommen mir ob wir das mit dem riesen Rucksag im immer noch stroemenden Regen schaffen. Aber die Einheimischen sind hier auf jede Wetterlage gewappnet und so fahre ich in Regenmantel und eingepackt hinten auf dem Moped bis zu meiner Unterkunft.
Es ist eine kleine Pension,
die von einer vietnamesischen Familie gefuehrt wird.
Hier ist es ganz heimg und irgendwie fuehle ich mich sehr wohl.
Das Wetter will einfach nicht besser werden und so entschliesse ich mich in dem ein paar Minuten entfernten Luxushotel ein Day Spa Ticket zu kaufen und mich dort ein wenig in der Sauna zu entspannen.
Ich meine 12$ fuer einen ganzen Tag finde ich okay. Ich lese ein bisschen und dusche mal wieder ganz genuesslich unter einem riesen Duschstral... Nach ein paar Tagen bescheidenen Backpacking Hostels, weiss man die Kleinigkeiten sehr zu schaetzen:-)
Anschliessend lasse ich mir noch ne Gesichtsbehandlung geben und die Welt ist in Ordnung. Voellig entspannt und zufrieden fahre ich in meine Unterkunft zureuck.
Dort wohnen noch 2 Amerikaner und eine Australierin ist auch gerade noch angekommen. Wir alle haben maechtigen Hunger und werden beim Family dinner erstmal so richtig gut versorgt. Das Essen hier ist sooo lecker:-) Es ist lustig einmal ganz anders den Silvester Abend auf diese Weise
zu verbringen.... Der eine Amerikaner spielt Gitarre und wir sitzen gemuetlich um den Tisch spielen Karten und unterhalten uns nett.
Ich stelle gerade fest, dass wir nicht viel brauchen um zufrieden zu sein und das Bescheidenheit manchmal echt gut tut. Je mehr Erwartungen man an etwas hat, desto schneller wird man enttauscht. Ich bin happy hier in meinen Shorts und Fleece... es wird ein netter Abend aber dieser Tag ist eben auch nur einer von ganz vielen wunderbaren Tagen, die ich hier erleben darf.
Trotz allem wuensch ich euch allen heute viel Spass beim feiern, tanzt bis in die Puppen, trinkt nicht zu viel, so dass der Kater morgen noch ertraeglich wird:-)
HAPPPY NEW YEAR!!!!

... link


Dienstag, 30. Dezember 2008
Hue
Ich habe gut geschlafen in meinem kleinen Bettchen oben im Abteil. Es hat mich ein bisschen gewundert, da der Zug nicht allzu leise ist. Ich komme puenktlich um 8.00 Uhr in Hue an.
Das Hostel, das ich mir ausgesucht habe soll nicht weit vom Hotel sein und so entweiche ich den aufdringlichen Taxifahrern und gehe zu Fuss. Auch wenn es nur ein paar Minuten Fussmarsch ist, bin ich pitsche patsche nass, als ich ankam. Die Leute empfangen mich sehr warm und zeigen mir gleich mein Zimmer. Diesmal habe ich sogar mien eigenes:-). Ich gebe meine Waesche zum waschen ab (1kg= 2$), da Waschmaschinen hier noch nicht zum Standard gehoeren, sehe ich spaeter, wie sie meine Sachen per Hand sauber schrubben und dann die Waesche waschen indem sie auf ihr rumtreten... Da denke ich mir nur: hoffentlich haben die sich die Fuesse gewaschen:-)
ich will den Tagh trotz Regen nutzen und so fahre ich zu der Zitadelle fuer die Hue bei den Touristen unter anderem sehr bekannt ist. Eine alte Stadtmauer mit verscheidenen tempelaehnlichen Bauten. Vieles wurde in den Kriegen zerstoert aber dennoch sind die Gebaude beeindruckend. Der Buddhismus gepraegte Baustil ist eine ganz eigene Kunst.
Der Regen macht es mir schwer, denn es gibt nicht wirklich gepflasterte Wege. Gelobe meine Trekking Schuhe, die mich auch im Schlamm und Pfuetzen nicht im Stich lassen:-) Nach der Besichtigung hab ich Hunger und ich folge mal wieder den Empfehlungen des Lonely Planet. Ich gehe in ein kleines Lokal, dass fuer seinen guten Fisch bekannt ist und vor allem bei Einheimischen beliebtist. Das kann ich nur bestaetigen, ich esse ein 3 Gaenge Menu (8$), der gegrillte Fisch ist ein Traum und kein einziger Einheimischer... Das einzige Haken: es ist schwer sein Essen zu bestellen unddas zu bekommen was man haben moechte, wenn die Kellner kein Wort englisch sprechen...
Das es immer noch in Stroemen regent, schreib ich ein wenig Tagebuch, surfe im Internet und lade mal ein paar Fotos auf diese Blog, das dauert hier naemlich wegens des nicht allzu schnellen Internets eine Ewigkeit:-(

... link


Hanoi
Da ich schon ziemlich frueh aufwache, gibts heute Fruhstueck schon um 6.00 Uhr. Zum ersten Mal esse ich Instant Noodel Suppe. Ich adaptiere mich langsam den vietnamesischen Essgewohnheiten, die essen alle nur Suppe morgends...
Gestaerkt mache ich mich au den Weg Hanoi zu erkunden. Der fruehe Morgen hat seinen ganz besonderen Cahrme. Ich gehe wieder am See vorbei, wo ich den Menshcen beim meditieren und Tai Chi zusehen kann. Nur ein paar Meter weiter der Berufsverkehr- tausende von mopeds versuchen sich moeglichst schnell den Weg durch die Masse zu bahnen. Es ist schwer zu beschrieben aber das Gerausch der dauernden Hupen ist fuer diese und wahrscheinlich fuer andere vietnamesische Grosstaedte so signifikant. Es gibt in dieser Stadt mehrere Millionen Einwohner, fast alle besitzen ein Mops- so jedenfalls scheint es. Ich will mir gar nicht ausdenken, was auf den Strassen los ist, wenn die Menschen hier das Geld haben um sich ein Auto zu kaufen. Die Vorfahrtsregeln haben ein einfaches Prinzip hier, desto groesser das Gefaehrt, desto priveligierter

... link


Sonntag, 28. Dezember 2008
Halong Bucht und Hanoi
Die Nacht war okay, natuerlich macht mir die Zeitumstellung und vielleicht auch die ganze Aufregung etwas zu schaffen, so dass ich schon mitten in der Nacht aufgewacht bin und nicht mehr einschlafen konnte.
Bevor wir uns auf den Weg zur Halong Bay machen, gibts erstmal Fruehstueck. Brot mit Bananen sind im Uebernachtungspreis von 8.50$ inklusive. Wer aber 2$ mehr zahlt bekommt auch einen leckeren, frischen Obstsalat:-)
Wir starten mit einer Reisegruppe von 15 Leuten, worunter auch 5 Deutsche sind. Gott sei dank hat man neben den dauer besoffenen, haesslichen Englaendern aus Manchaster:-) (die waren wirklich so haesslich!) und den etwas verrueckten Australiern auch ein paar normale Leute an Bord.
Wir fahren also durch den dichten Verkehr von Hanoi Richtung Kueste, die Fahrt dauert 4 Stunden. Ich habe eine Tour gebucht, bei der wir mit einem Boot durch die Halong Bucht fahren werden und eine Nacht auf dem Wasser verbringen.
Die Halong Bucht gehoert zum Weltkulturerbe der Unesco und soll von der Landschaft her ganz beeindruckend und einzigartig sein.
Als wir ankamen, war ich uerberrascht von dem Massentourismus der hier herrscht. Dutzende von Bussen entladen am Hafen ihre Reisegruppen aus aller Welt, um sie dann auf eine der Schiffe zu bringen.
Es gibt so viele Boote hier, dass nicht alle einen Anlegeplatz besitzen. So muessen wir von Boot zu Boot huepfen bis wir unseres erreichen.
An Bord werden wir von einer netten Mannschaft empfangen und mit leckerem vietnamesischen Essen versorgt.
Mit den Deutschen komme ich sofort ins Gespraech und es ist super interessant von deren Erlebnissen und Erfahrungen zu hoeren. Die mesiten sind schon viel laenger unterwegs und haben oft schon mehrere Backpacking Tripps hinter sich. Ich bekomme ganz wertvolle Reisetipps umd Empfehlungen fuer meine weitere Reise.
Das Wetter ist nicht allzu gut. Es ist relativ nebelig und es regnet ein bisschen. Allgemein ist es hier im Norden von Vietnam eh nicht so warm.
Irgendwie eine ganz mystische Stimmung, als wir durch die Felsen der Halong tuckern, vorbei an Hoehlen und den beruehmten schwarzen Felsbrocken, die links und rechts von uns meterweit emporreichen.
Nach der Nacht in einen der Holzkajuetten steuern wir am naechsten Morgen noch ein paar Wasserdoerfchen an. Es gibt ca. 1000 Leute in der Halong Bucht, die auf kleinen Stelzenhaeuschen auf dem Wasser wohnen. Die groesseren Doerfer haben sogar eine eigne Schule und ein Krankenhaus (eine richtige kleine Infrastruktur). Um sich ihr Essen zu besorgen fahren sie auf einen Wassermarkt. Da kommen dann viele Bauern von der Kueste und verkaufen ihre Waren aus den kleinen Booten heraus. Fuer die Leute hier ist das Kanu eine der wichtigen Fortbewegungsmittel.
Das ist hier eine ganz andere Welt und dennoch fuehle ich mich so wohl. Ich bin ganz hin und weg von dieser Landschaft und werde mir immer sicherer: diese Reise war die beste Entscheidung die ich treffen konnte!
Gegen Mittag erreichen wir wieder den Hafen und steigen in unseren Bus, der uns wieder zurueck nach Hanoi bringt.
Als wir gegen spaet Nachmittag wieder unser Hostel erreichen, entscheide ich mich erst mal zum Bahnhof zu laufen, um ein Zugticket zu kaufen, das mich weiter Richtung Sueden bringen soll.
Ich nehme morgen den Nachtzug, der abends um 19.00 Uhr in Hanoi losfaehrt und am fruehen Morgen die Stadt Hue erreicht. Ein komfortables Schlafabteil fuer umgerechnet 45$:-)
Anschliessend entschliesse ich mich noch ein wenig Hanoi bei Nacht zu erkunden. Ich hatte seit meiner Ankunft nich gar nicht die Moeglichkeit die Stadt zu besichtigen. Also suche ich mir einen Weg durch das Old Quarter, dem Zentrum der Stadt. Ich nehme die Athmosphaere auf, sauge diese nie ruhende, laute Stadt in mir auf . Mit all ihren Geruechen und Eindruecken. Die 4 Millionen Stadt, mit ihren ebensovielen Mopeds. Wenn man die Strassen entlang geht, kann man in die kleinen Haeuschen schauen und den Familien beim gemeinsamen Abendessen zuschauen. Es gibt viele kleine Imbissstaende, die Suppen und kleine Gerichte auf selbstgebasstelten Gasherden zubereiten. Das Leben hier findet eh zum groessten Teil auf der Strasse statt.
Ich laufe um den Hoam Kiem See, der ganz romatisch aussieht, nur durch die Lichter der Stadt beleuchtet, glaenzt seine Oberflaeche wie ein Spiegel.
Als mir meine Fuesse trotz Trekking Schuhe langsam weh tun, entscheide ich mich fuer ein Fahrradtaxi- den Cyclos wie sie hier genannt werden,dass mich noch ein wenig durch die vollen Strassen faehrt.
Was ich unbedingt erwaehnen muss, ist dass an diesem Abend Fuessball gespielt wird. Bankok gegen Hanoi- ich weiss nicht was das fuer ein Spiel war, so was wie Champions League wahrscheinlich aber als Hanoi gewonnen hatte, brach ploetzlich ein Tumult aus, der vergelichbar war mit den Autokorsos bei der Weltmeisterschaft in Berlin. Mopeds, Taxis, Autos mit Fahnen schwenkend, hupend und schreiend fuhren durch die Strassen. Ich bekomme wirklich Gaensehaut, da es mich an diesen Stolz und Enthusiasmus von Fussball waherend des World Cups 2006 erinnert.
Ich schlendere noche in bisschen ueber die Naechtmaerkte, bevor mich der Kaffeeentzug und ser sehnliche Wunsch nach einem cremig, heissen Latte Machiatto in eine Starbucks Nachmachung zieht. Und siehe da auch in Vietnam gibt es Coffee to go fuer 4$, was wirklich viel geld ist im vergleich zu den sonst niedrigen Lebenskosten hier. Der Tag hat mich muede gemacht und ich mache mich auf den Weg zurueck ins Hostel. Ich freu mich auf ne heisse Dusche, bevor ich mich mit meinem Lonly Planet ins Bett kuscheln und mich auf den kommenden Tag freuen kann:-)

... link